M-03 Chassis

Das Gewicht orientiert sich beim M-03 stark auf die angetriebene Vorderachse. Der Motor ist direkt hinter der vorderen Achse montiert, wo sich auch das geschlossene Getriebe befindet. Der Aufbau dieser Komponenten ist vergleichsweise hoch, da auch der Lenkservo hier verbaut wird. Er ist über eine kurze Lenkstange mit dem Lenkgetriebe verbunden. In der Mitte des Chassis befindet sich die quer verbaute Batterie. Sie sorgt so für mehr Stabilität in den Kurven. Das Heck ist über den Monocoque Rahmen relativ einfach aufgebaut. Die Räder sind über Doppelquerlenker mit dem Rahmen verbunden und einzeln über Dämpfer gefedert. Die elektronischen Teile wie Regler und Empfänger werden über dem Batteriefach in der Mitte des Rahmens montiert.

Chassis-Daten  
Name M-03, M-03M, M-03L
Aufbau Monocoque
Maßstab 1:10
Erscheinungsdatum 14. Juli 1998 (M-03)
  27. Juli 2000 (M-03L)
  29. März 2006 (M-03M)
Motorposition vorne
Antrieb Vorderachse
  geschlossenes Getriebe
Motorgröße 540
Radstand 210mm, 225mm, 239mm

Abbildung (M-03)

TAMIYA M-03 Chassis

M-03 Modelle von TAMIYA

Mit kurzem Radstand von 210mm bietet TAMIYA die Modelle Rover Mini Cooper Racing (#58211) und Suzuki Wagon R RR (#58234) an. Seit dem Jahr 2000 gibt es das Chassis M-03L (239mm Radstand) mit den Modellen Toyota bB (#58265), Mini Cooper (#58295) und Mini Cooper S 2006 (#58400). Eine modifizierte Version stellt das Chassis M-03M mit dem Radstand 225mm dar: Im Angebot sind die Modelle Suzuki Swift Super 1600 (#58368) und Fiat 500 (#58427).

Fahreigenschaften & Setup

Obwohl TAMIYA das M03-Chassis durch die Versionen M04, M05 und M06 schon ersetzt hat, bekommt man aktuell immer noch M03-Chassis im Neuzustand. In der M-Chassis Szene gilt das M03 als Geheimtipp. Es ist gegenüber dem M05 Chassis weniger aufwendig im Setup, da sich bspw. die Dämpfer (auch hier sind TRF Öldämpfer empfehlenswert) nur in einer Position befestigen lassen. Diese ist aber genau die richtige und man erspart sich lästiges Ausprobieren.
Außerdem ist die Lenkung komplett anders gelöst: Der Servo sitzt vorne an der Vorderachse und die Lenkbewegung wird direkt auf die Vorderachse übertragen. Beim M05-Chassis wird eine Umlenkstange und Lenkhebel eingesetzt, was deutlich anfälliger für Bodenunebenheiten ist.

Unterschiedliche Radstände lassen sich beim M03 sehr einfach durch den Einsatz verschieden langer Verbindungsstücke zwischen Vorder- und Hinterteil des Chassis aufbauen. Egal welcher Radstand gewählt wird, der Schwerpunkt liegt immer vorne an der angetriebenen Vorderachse an. Dadurch wird die Haftung der Reifen positiv beeinflusst. Die Elektronik (Fahrtenregler) lässt sich wie auf dem Bild hinter dem Servo anbringen oder man verstaut kleinere Speed Controller im hinteren Hohlraum des Chassis. Dadurch kriegt man durch das Gewicht den Schwerpunkt weiter nach unten und das M03-Chassis ist in Kurven stabiler und weniger kippanfällig.

Es lassen sich sowohl Brushless-Motoren (17,5T) oder Bürstenmotoren verwenden. Die Kühlung ist allerdings nicht optimal, womit sehr schnell drehende Motoren mit wenigen Turns / Windungen nicht in Frage kommen, da sie zu heiß werden. Als Empfehlung gilt bei Bürstenmotoren die Carson Cup Machine oder der TAMIYA Sports Tuned Motor mit 20T Motorritzel.

Speed-Getriebe

Durch eine veränderte Übersetzung lässt sich sowohl aus dem M03 als auch aus dem M05 noch einges an Geschwindigkeit rausholen. Die Firma RIDE bietet das so genannte "High Speed Gear Set" an. Damit lässt sich statt der normalen Übersetzung (37:21) die Zahnung auf 35:31 und 33:21 verändern. Durch das kleinere Zwischenzahnrad kann das Motorritzel mit bis zu 24 Zähnen, statt der standardmäßig 20T Motorritzel bestückt werden. Ebenso sind 22Z möglich - durch die drei verschiedenen Motorpositionen im M03 und M05 kann das Motorritzel auch mit der größeren Zahnung optimal angepasst werden.

Das Ergebnis: Eine deutlich höhere Endgeschwindigkeit. Die Beschleunigung leidet durch das größere Motorritzel auch nicht und ist nur unmerklich geringer. Mit einer Carson Cup Machine ode rdem TAMIYA Sports Tuned Motor sind dann ungeahnte schnelle Rundenzeiten möglich. Natürlich ist das Chassis dann nicht mehr TAMIYA EuroCup konform.