M-Chassis Tuning

Beim Thema Tuning kann man zwischen zwei Optionen wählen: Man verwirklicht erstmal einfaches Tuning, in dem man auf TAMIYA Hop-Up Teile zurückgreift. Teilweise erhält man diese Teile auch in Sondereditionen der Standard-Chassis-Sets. So sind zum Beispiel die "Pro" Versionen der M-Chassis Modelle meistens mit Alu-Hop-Up Parts ausgestattet. Wenn man sich ein solches Pro-Chassis aus der M-Reihe besorgt hat, sind in der Regel schon die wichtigsten Teile verbessert worden: Lenkung, Stoßdämpfer und Kugellager.

Wer das TAMIYA-Sortiment im Bereich Tuning schon ausgenutzt hat, kann immer noch auf den Drittanbieter-Markt wechseln. Verschiedene Hersteller bieten für die M-Modelle entweder einzelne Tuning-Parts and oder ganze so genannte Conversion-Kits. Dabei kommt sowohl Aluminium als auch Carbon als Material zum Einsatz. In jedem Fall verbessert man durch Tuning die Stabilität der Chassis als auch das Handling. Aber aufgepasst: Nicht jedes Tuning steigert die Performance. Manches ist - genau wie bei den 1:1 Automodellen - auch nur Show.

Standardtuning - was lohnt sich immer?

Lenkung

Wie schon kurz erwähnt, sollte man als erstens die Lenkung, die in der Standardversion aller M-Chassis aus Plastik ist, gegen eine Version aus Aluminium oder Carbon tauschen. Die Plastiklenkung ist gerade für etwas stärkere bzw. schnelle Servos zu weich und gibt so die Befehle nicht 1:1 an die Vorderachse weiter.

Empfehlenswert sind bei der Lenkung sowohl die Originalteile von TAMIYA oder auch die Drittanbieter wie Yeah Racing oder 3Racing. Die Unterschiede sind marginal. Lediglich beim Material gibt es Unterschiede: Während TAMIYA und Yeah Racing auf Aluminium setzen, gibt es von 3Racing auch eine Variante aus Carbon. Die Gewichtsersparnis ist gering, allerdings ist die Lenkung aus Carbon nochmal verwindungssteifer.

Stoßdämpfer

Ebenfalls ein Upgrade haben die Stoßdämpfer verdient. Im Standardpaket des M05-Chassis sind sogar nur Plastikdämpfer mit Stahlfedern ohne Öl enthalten. Die Kurvenlage ist damit mehr als schlecht. Außerdem kann man nichts machen, wenn das Chassis "hoppelt" oder ausbricht - die Standarddämpfer haben nur eine begrenzte Einstellmöglichkeit durch zusätzliche Plastikringe. Eine stufenlose Einstellung wie bei Öldruckdämpfern mit Gewinde sucht man vergebens. Beim Kauf von besseren Dämpfern muss die Länge beachtet werden: In die M-Chassis passen 50mm lange Federbeine. Das ist in der Regel die kleinste verfügbare Größe im Maßstab 1:10. Mit etwas größeren Dämpferbrücken lassen sich auch 55mm lange Federbeine verbauen. Allerdings passen selbst dann (größere Dämpferbrücke) die 50mm Varianten immer noch besser (das Chassis liegt etwas tiefer/ satter).

Wie bei der Lenkung bieten TAMIYA, YeahRacing und 3Racing auch hier Abhilfe. Man muss schon etwas tiefer in die Tasche greifen, wenn man die Stoßdämpfer tauscht, aber es lohnt sich allemal. Gerade Anfänger tun sich leichter, wenn die Stoßdämpfer schnelle Kurvenfahrten ausgleichen und Unhebenheiten nicht direkt zum Kontrollverlust führen. Wer gleich zur Pro-Chassis Version gegriffen hat, hat in der Regel auch Öldruckstoßdämpfer im Paket liegen. Dabei ist es erstmal egal, ob aus Plastik oder Aluminium. In jedem Fall ist die Federung deutlich besser. Bei Dämpfern aus Aluminium hat man häufig noch den Vorteil, dass sich der Federweg stufenlos durch ein Gewinde einstellen lässt. Hier ist Fein-Tuning angesagt und man muss quasi für jede Strecke das richtige Setup finden. Häufig reichen ein bis zwei Umdrehungen der Wendel für unterschiedliches Fahrverhalten. Aber das gehört beim R/C-Model eben dazu: Fingerspitzengefühl!

Kugellager

Mit einem verbesserten Kugellagersatz erhält man auf recht einfache Weise eine solide Leistungssteigerung. Der Abrieb bei Kugellagern aus Stahl oder Teflon ist geringer und die Laufruhe ist spürbar besser.

Kugellager kommen beim M-Chassis vor allem bei den Rädern zum Einsatz, aber auch bei der Lenkung ist eine Kugellagerung von Nöten. Zudem sind beim Getriebe und bei den Achs-Differentialen einige Kugellager im Einsatz, deren Tausch vor allem dann lohnt, wenn man einen stärkeren Motor als den Standard 540er einsetzen möchte.

Auch hier kann man zu den bekannten Drittanbieter-Herstellern greifen, wobei auch TAMIYA selbst einen Hop-Up Kugellagersatz (#54179) im Programm bereit hält.