M-Chassis Reifen

Es gibt eine große Auswahl an Reifen für das M-Chassis mit unterschiedlichen Härtegraden. Sowohl Gummireifen als auch Moosgummireifen sind generell verfügbar. Tamiya, RC XPress und HPI Racing bieten auch ‘Drift-Reifen’, also Vollplastikreifen. 
Für die meisten Rennstrecken (Asphalt oder Teppich) eignen sich Gummireifen, da sie eine höhere Langlebigkeit haben und je nach Hersteller und Materialzusammensetzung auch gute bis sehr gute Haftung bieten.

Einlagen für Reifen

Zwischen Felge und Reifen gehört noch eine so genannte Reifeneinlage. Auch diese gibt es in unterschiedlichen Härten. Das Material ist in der Regel Schaumstoff oder auch Gummi. Die Härtegrade werden meistens farblich codiert unterschieden.
Die Reifeneinlage spielt natürlich eine entscheidende Rolle, weil sie dafür sorgt, ob der Reifen selbst “locker” oder “hart” auf dem Untergrund aufliegt. Außerdem kann eine harte Reifeneinlage dafür sorgen, dass der Reifen auf der Felge weniger schwimmt, die Seitenstabilität also erhöht wird.

Durchmesser: 55mm oder 60mm

Es gibt zwei unterschiedliche Größen (Durchmesser): Tamiya selbst bietet Reifen mit 60mm Durchmesser an und andere Hersteller Reifen mit 55mm Durchmesser. Durch die kleineren Reifen wirken die M-Chassis etwas agiler, was auch daran liegt, dass etwas weniger Bodenfreiheit vorhanden ist, das Chassis also “satter” aufliegt.

Welche M-Chassis Reifen sind die richtigen?

Die richtige Reifenwahl ist ein Geduldspiel. Je nach Untergrund und Streckenbeschaffung kann auch eine Mischbereifung sinnvoll sein. Daher empfiehlt es sich, immer mehrere Sätze Reifen (oder Reifen eines Herstellers) mit unterschiedlichen Härtegraden dabei zu haben. Natürlich hat auch das Chassis und der entsprechende Antrieb Auswirkung auf die Reifenwahl.

Frontantrieb

Die frontgetriebenen Chassis, wie das M-05 oder M-07 Chassis von Tamiya, haben meist ein “nervöses” Heck auf Teppich. Das liegt daran, dass durch die Anordnung von Motor und Lipo-Akku das Gewicht in Kurven (bzw. beim Bremsen) nach vorne auf die Vorderachse drückt. Das Heck verliert damit leicht die Bodenhaftung. Hier lässt sich Abhilfe schaffen, in dem auf der Vorderachse härtere Reifen als auf der Hinterachse verwendet werden. Die vorderen Reifen “rutschen” dann leichter und die Hinterräder können durch eine weiche Gummimischung das Rutschen auffangen. In der Theorie klingt dies logisch, in der Praxis muss man aber testen, ob man mit diesem Setup auch zurechtkommt. Das Untersteuern in Kurven gibt einem das Gefühl, dass man “zu wenig Lenkung” hat und die Kurven so nicht mehr präzise fahren kann. Die Ideallinie fahren bedeutet ja meist, die Kurven so eng wie möglich zu fahren, was durch Untersteuern entsprechend schwieriger wird.
Viele M-Chassis Fahrer nutzen für frontgetriebene und allradgetriebene Chassis die gleiche Gummimischung vorne und hinten.

Heckantrieb

Bei heckgetriebenen Fahrzeugen gilt ähnliches wie schon kurz zuvor beschrieben: Mit zu viel Grip auf der Vorderachse, schiebt das angetriebene Heck in Kurven zu sehr nach außen und rutscht so weg. Mit etwas weniger Grip oder sogar einer harten Gummimischung auf den vorderen Reifen, erreicht man, dass die Vorderachse in engen Kurven weniger Haftung hat und so das Heck nicht mehr so leicht ausbricht. Je nach Untergrund, aber besonders aus Teppich mit hohem Grip und warmen Asphalt, empfiehlt es sich, auf der hinteren Achse eine sehr weiche Mischung und auf der Vorderachse eine harte Gummimischung zu fahren. Aber auch hier gilt: Probieren geht über Studieren. Die Praxis zeigt oft ein anderes Fahrverhalten, als es die theoretischen Verhältnisse deuten lassen würden.