Tuning durch Übersetzung (Motorritzel)

Bei den M-Chassis Modellen wird schon anhand der Motoraufhängung angegeben, wie sich die Leistung verändern lässt. Und zwar kann man das M-Chassis mit unterschiedlich großen Ritzeln auf dem Motor fahren.

M05-Chassis, Motoraufhängung je nach Zahnanzahl der Ritzel

Die Getriebe-Ritzel lassen sich ebenfalls tauschen, allerdings ist es einfacher, das Motorritzel zu verändern. Dabei gilt folgende Faustformel: 

Je kleiner das Motorritzel gewählt wird,
umso größer ist die Beschleunigung. 

Allerdings ist dann auch die Höchstgeschwindigkeit geringer. Man muss hier immer mit einem Kompromiss leben: Starke Beschleunigung und hohe Geschwindigkeit geht eigentlich nicht. Hier stehen aber auch Tipps, wie es doch geht:

Schaubild: Übersetzung als Tuning-Option

Welche Übersetzung ist die richtige?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Aber man kann sich ein paar Gedanken machen, was man eigentlich erreichen möchte.

Top-Speed: Lange Geraden, wenig Kurven

Das Schaubild oben zeigt es: Soll die Höchstgeschwindigkeit gesteigert werden, wählt man ein großes Motorritzel. Die Zahnung (Anzahl der Zähne) hängt dabei davon ab, für welche Ritzel überhaupt Platz vorhanden ist oder was von TAMIYA vorgegeben wird - beim M-Chassis 16, 18 oder 20 Zähne, wobei 20 Zähne die Standardgröße ist.

Eine schnellere Höchstgeschwindigkeit muss aber auch die Strecke zulassen. Der E-Motor braucht eine gewisse Zeit, die Höchstgeschwindigkeit zu erreichen. Das heißt also auch, lange Geraden und weniger (enge) Kurven. Denn nur auf einer langen geraden Strecke lässt sich die Höchstgeschwindigkeit überhaupt ausnutzen.

Top-Beschleunigung: Kurze Geraden, viele Kurven

Je kleiner das Motorritzel gewählt wird, umso besser ist die Beschleunigung. Dafür leidet aber die Höchstgeschwindigkeit. TAMIYA gibt für das M-Chassis aber auch die Möglichkeit an, 16T oder 18T Motorritzel zu fahren. Gleichzeitig wird aber dann auch ein anderer Motor als der Standard-RS-540er vorgeschlagen. TAMIYA bietet hier den Super Stock Motor (bei 16T) und den Sport-Tuned Motor (bei 18T). So erreicht man doch beides: Bessere Beschleunigung, aber durch die höhere Drehzahl der Motoren auch eine bessere Höchstgeschwindigkeit.

Bei vielen engen Kurven auf dem Rundkurs ist eine höhere Beschleunigung oft entscheidend. Man kann vielleicht aufgrund kurzer Geraden gar keine hohe Geschwindigkeit erreichen, will aber schnell aus den Kurven heraus beschleunigen und braucht dann entsprechend eine Top-Beschleunigung: Also kleines Ritzel auf dem Motor wählen!