X evolution Chariot Pro (Xevo FF)

X evolution Chariot Pro (Xevo FF)

Gegen Ende der 2000er Jahre waren so genannte 'Conversion Kits' (Umbaukits) für die TAMIYA M-Chassis Modelle (M03, M05 oder M06) sehr beliebt. Verschiedene Hersteller haben durch diese Kits versucht, aus den Plastikbombern rennstreckentaugliche RC-Fahrzeuge zu etablieren.

Einer dieser Hersteller ist X-Evolution. Es müsste "war" heißen, denn X-Evolution gibt es heute nicht mehr. Was jedoch bleibt, sind legendäre Conversion Kits wie das "Chariot Pro" Kit, auch bekannt als "Triumph FF" oder "Xevo FF". Dabei wird als Basis die Aufhängung eines M03, M05 oder M06 TAMIYA Kits verwendet. Dann entsteht ein echtes "FF" RC-Fahrzeug, abgekürzt für "Front/Front", da der Motor dann vor der angetriebenen Vorderachse sitzt. Der Vorteil gegenüber den Serienfahrzeugen von TAMIYA ist, dass das Chassis so durch die Kurven gezogen wird - der Motor verlagert das Gewicht weit nach vorne und es entsteht eine entsprechende Balance.

X evolution hat sich beim Design der Vorderachse einiges einfallen lassen müssen: Die Original-Aufhängung wird um 180 Grad gedreht eingesetzt, um entsprechend Platz zu gewinnen, außerdem wandern die Dämpfer nach oben, was zu einer markanten und unverkennbaren Optik führt:

Dadurch, dass für die Aufhängung und für das Getriebe normale TAMIYA-Teil verwendet werden können, passen auch sämtliche Tuning-Teile - sowohl aus dem Hause TAMIYA als auch von Drittanbietern wie 3Racing oder Yeah Racing. Eine weitere Besonderheit beim Xevo FF ist die Übersetzung. Durch die eigens konstruierte Motoraufhängung, kann ein Motorritzel zwischen 19 und 26 Zähnen gewählt werden. Somit konnte eine höhere Endgeschwinidkeit erreicht werden und es lassen sich alternativ auch stärkere Motoren verwenden. Noch schneller wird der Xevo FF Umbau bei der Verwendung de so genannten "Speed Getriebe" für das M05/ M06 Modell von 3Racing. 

Auch beim  X evolution Chariot Pro lassen sich zumindest zwei unterschiedliche Radstände verwenden: 210mm oder 225mm. Bei der Wahl der Karosserien ist man allerdings stark eingeschränkt. Durch den doch recht ausladenden Front-Aufbau passt beispielsweise die Karosserie "Suzuki Swift Super 1600" von TAMIYA.